Unternehmergeist für den guten Zweck gesucht -
Schwab Stiftung und BCG zeichnen "Social Entrepreneur 2009" aus

Viele Unternehmen engagieren sich sozial - doch können soziale Organisationen auch unternehmerisch handeln? Ja, sagt die Schwab Stiftung, Schwesterorganisation des Weltwirtschaftsforums in Davos, und zeichnet gemeinsam mit der FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND (FTD) und der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) den "Social Entrepreneur 2009" aus. Seit 2008 steht die Initiative unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bewerben können sich Organisationen oder Unternehmen, die mit innovativen Ideen, Produkten oder Dienstleistungen soziale Ziele verfolgen und dabei unternehmerisch vorgehen. Voraussetzung ist, dass sie auf ökonomische Konzepte setzen und ihre Arbeit nicht ausschließlich durch Spenden oder staatliche Zuschüsse finanzieren. Der Begriff "sozial" ist dabei weit gefasst: Social Entrepreneurs können Gründer eines Unternehmens oder einer Non-Profit-Organisation in den Bereichen Umweltschutz, Gesundheitswesen, Arbeitsmarkt oder Bildung sein.

Bewerben Sie sich als Social Entrepreneur - Deutschland 2009

Teilnahme am europäischen Wirtschaftsgipfel
Der Gewinner erhält eine Einladung zum europäischen Treffen des Weltwirtschaftsforums im Mai 2010. Darüber hinaus bietet ihm die Aufnahme in das globale Netzwerk der Schwab Stiftung für Social Entrepreneurship Gelegenheit zum Austausch mit Ent­scheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft. Neben der Möglichkeit einer kostenlosen Beratung hat der Preisträger auch Zugang zu Stipendien für eine Managementweiter­bildung an weltweit führenden Universitäten wie der Harvard Business School, der Stanford University oder INSEAD.

Wie sich Unternehmergeist mit sozialem Engagement vereinbaren lässt, demonstriert der "Social Entrepreneur 2008", Ramazan Salman aus Hannover. Der Gründer des "Ethno-Medizinischen Zentrums" hat 500 Migranten als "Gesundheitslotsen" ausgebildet. Sie nehmen Landsleuten in Deutschland die Angst vor dem Arztbesuch, können Tabuthemen wie AIDS besser ansprechen und informieren über Gesundheitsvorsorge. Die bundesweite Arbeit für Migranten mit Migranten finanziert der Hannoveraner nicht nur mit staatlichen Geldern, sondern sucht gezielt Unternehmens­sponsoren und bietet kostenpflichtige Dolmetscherdienste an, wenn Krankenhäuser nach Übersetzern suchen.

Bewerbung bis 17. Juli 2009 unter www.schwabfoundseoy.org/germany


zurück